Elektrotherapie

Schon seit dem 19. Jahrhundert weiß man, dass der elektrische Strom zu Heilzwecken verwendet werden kann. Im 20. Jahrhundert wurde eine Reihe von Verfahren der Elektrotherapie entwickelt.

Die Muskeln reagieren je nach Dauer auf verschiedene Stromarten unterschiedlich gut

 

Bei der Behandlung werden die Elektroden direkt auf der Haut angebracht. Eingesetzt werden elektrische Ströme mit verschieden hoher Schwingungszahl pro Sekunde (diese sogenannte Frequenz wird in der Einheit Hertz gemessen).

In der Elektrotherapie unterscheiden wir drei Frequenzbereiche:

* Niederfrequenz-Therapie = 0 bis 1000 Hz(Schwellstrom, Galvanisation)
* Mittelfrequenz-Therapie = bis 100 KHz (Interferenzstrom)
* Hochfrequenz-Therapie = Über 100 kHz (Ultraschall, Dezimeterwelle)

Die Auswahl der Therapieform ist von Krankheitsart, Ausmaß und Intensität der Schädigung, Schmerzempfinden und Allgemeinzustand und auch von den bisherigen Behandlungen abhängig. Die Elektrotherapie darf generell nur von medizinisch ausgebildetem Personal angewendet werden.

Eine strikte Kontraindikation besteht bei Schrittmachern.

Wirkung
- Schmerzlinderung
- Durchblutungsförderung
- Muskelentspannung und
  Gewebsregenerationsförderung

- Muskelkräftigung und
  Resorptionsförderung von Ödemen und
  Gelenkergüssen

- Stoffwechselsteigerung

Indikationen
- Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Durchblutungsstörungen
- Erkrankungen des Nervensystems
- abgeschwächte Muskelpartien
- in Ergänzung zu weiteren Behandlungsmöglichkeiten